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Wirtschaft 24/07/2020
PALFINGER kombiniert Stabilität und Innovation

Andreas Klauser. Der CEO von PALFINGER über kommunikative und produktive Umbrüche innerhalb des Unternehmens, was Mitarbeiter an PALFINGER schätzen und wie man mit Covid-19 umgeht. 


ECHO: Wie wichtig ist es gerade in Krisenzeiten, dass PALFINGER System- und somit Komplettlösungen anbietet?

Andreas Klauser: Die Kunden schätzen die Komplettlösungen aus dem Hause PALFINGER. Ihr Anspruch sind nicht einzelne Produkte, sondern eben ganzheitliche Komplettlösungen. Zum zweiten verfügen wir mit der Global Palfinger Organization (GPO), über eine neue Organisation, bei der unsere Kompetenzzentren produktübergreifend zusammenarbeiten. Wenn heute bei uns jemand eine Neuerung für einen Kran erfindet, kann das morgen womöglich bei einer Plattform Einzug finden. Dieser neue Austausch, über all unsere Produktlinien hinweg, schafft gemeinsames Wissen und Know-how, egal ob im Land- oder Sea-Bereich. Diese Bereiche agierten in der Vergangenheit alle separat, wie eigene Marken. Jetzt haben wir alles zusammengefügt, ohne den Fokus auf die jeweiligen Produktlinien zu verlieren.


ECHO: Eine kleine Revolution der inneren Kommunikation sozusagen.

Klauser: Genau. Mit der Global Palfinger Organization haben wir 2019 begonnen. Und wir haben während Covid-19 gesehen, dass dieses Prinzip die Feuertaufe bestanden hat und dass alles funktioniert. Die GPO ist über ein Jahr implementiert worden und ich möchte dem gesamten Team meine Anerkennung und meinen Respekt aussprechen, dass alles so gut umgesetzt wurde. Mit der GPO haben wir drei Centers of Excellence (CoE) aufgebaut. Ihr Ziel ist es, über alle Produktlinien hinweg einheitliche Fähigkeiten und Kompetenzen zur Verfügung zu stellen, einheitliche und standardisierte Prozesse, Methoden und Werkzeuge einzuführen sowie einen Standardbaukasten für Bauteile und Komponenten aufzubauen beziehungsweise zu erhalten.


ECHO: Wie schnell konnte PALFINGER auf Covid-19 reagieren?

Klauser: Wir haben bereits Ende Februar eine Covid-Task-Force ins Leben gerufen. Bei unseren chinesischen Partnern und in unseren chinesischen Werken konnten wir sehen, welches Know-how es braucht. Wir haben also schon sehr früh gesundheitliche und sanitäre Maßnahmen sowie den Werksschutz umgesetzt. Zudem haben wir uns auch wirtschaftlich sehr gut aufgestellt, alle Strukturkosten nach unten geschraubt und die Liquiditätsreserven maximiert. Es ging darum, PALFINGER finanziell zu stabilisieren, weil man ja nicht wusste, wie lange der Lockdown andauert. Wir hatten rund um Ostern zehn Tage geschlossen, konnten aber jederzeit unsere Kundenbedürfnisse abdecken und haben auch viel mit Kunden kommuniziert.    


ECHO: Was macht PALFINGER als Arbeitgeber aus?

Klauser: Die Kombination aus Stabilität und Innovation. In Zeiten wie diesen ist Stabilität sehr wichtig und wir stehen zusätzlich für Dynamik, die ich als CEO sicherstellen und weiter ausbauen möchte. Wir planen kurzfristig auch einige Investitionen, wie etwa den PALFINGER Campus in Lengau, wo es um die Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geht. In unserem Lehrlings-Kompetenzzentrum werden ja bereits 100 Lehrlinge ausgebildet. Wir wollen den Zugang von neuen Arbeitskräften sicherstellen und wir wollen die bestmöglichen Arbeitskräfte und Spezialisten in unseren Werken haben. Wir werden weiterhin modern agieren, indem wir sämtliche digitale Tools verwenden, die uns zur Verfügung stehen. Bis hin zum Virtual Training. Mit Smart Eye verfügen wir über ein ausgezeichnetes digitales Tool im Servicebereich. Dabei tragen unsere Techniker vor dem Auge eine kleine Kamera. Wenn sie bei einer Aufgabe nicht wissen, welche Maßnahmen zu treffen sind, empfangen sie via Headset und ihrem kleinen Monitor aus der Zentrale Anweisungen. Diese Tools werden wir in der Zukunft noch verstärkt einsetzen. 


ECHO: Wie schwierig ist es in der Krise ein guter Arbeitgeber zu bleiben?

Klauser: Was die Mitarbeiter in dieser Phase besonders schätzen ist Transparenz. Transparenz schafft Vertrauen. Das wichtigste ist, unsere Botschaften zu allen unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu transportieren. Diesbezüglich haben wir eine eigene Website geschaffen. Neben transparenter Kommunikation wollen wir auch einen beständigen Kurs fahren, den wir nicht tagesbezogen ändern werden. In den PALFINGER-Niederlassungen und Werken werden Masken getragen und wir messen auch die Temperatur. Ich halte es für falsch, dass man in Supermärkten keine Masken mehr tragen muss. Darüber hinaus appellieren wir an die Eigenverantwortung und werden weiterhin unsere Vorkehrungen treffen. Wir werden uns rigoros und so gut wie möglich absichern. Das spüren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und dadurch schaffen wir Vertrauen.


Interview: Christian Granbacher

 

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