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Wirtschaft 19/09/2020
Konjunkturpaket für den Wohnbau

Wohnen wird immer teurer. Die Anforderungen an den Wohnbau werden vielfältiger, die Gemeinnützigen stellen sich diesen Herausforderungen.


Schon seit längerem sehen sich die gemeinnützigen Wohnbaugesellschaften in zunehmendem Maße mit einer großen Herausforderung konfrontiert: Im Kampf gegen die steigende Preisspirale sollen attraktive Wohnungen in den Rechtsformen Miete, Mietkauf und Eigentum zu Preisen realisiert werden, die sich auch Normalverdiener noch leisten können. Hinzu kommt, auch für die ältere Generation vermehrt ein Angebot zu schaffen, das den Wohn- und Betreuungsbedürfnissen der Senioren bestmöglich gerecht wird. Aber auch die klimaschutzfreundliche Sanierung älterer Wohnanlagen, die ihren Bewohnern keinen zeitgemäßen Wohnstandard mehr bieten, gewinnt zunehmend an Bedeutung und wird angesichts steigender Preise für die Bauvereinigungen immer schwieriger. Die Anforderungen an den Wohnbau werden somit immer vielfältiger. 


CORONA VERÄNDERT WOHNBEDÜRFNISSE

Auch die Corona-Pandemie Corona zeigt Auswirkungen auf den Wohnbausektor und macht deutlich, welche Anforderungen künftig an das Wohnen gestellt werden. Denn durch die Umstellung auf Homeoffice und Homeschooling wurde die eigene Wohnung schlagartig zum permanenten Aufenthaltsort für die ganze Familie. Praktikable Wohnungsgrößen und persönlicher Freiraum waren und sind deshalb besonders gefragt. 


WOHNBAU BRAUCHT KONJUNKTURPAKET 

„Diesen Herausforderungen müssen wir uns stellen“, erklärte der Bundesobmann der ARGE Eigenheim und Aufsichtsrat der gemeinnützigen Bauvereinigungen (GBV), Christian Struber, bei einem Pressegespräch in der Mooncity in Salzburg und plädiert für die rasche Einführung eines Konjunkturpakets für den Wohnbau. Struber spannt den Bogen weit: Klimaschutz und Energiewende sollen darin genauso berücksichtigt werden wie Digitalisierung, Modern Working, Wohnen im Alter mit der Berücksichtigung von Betreuung und Pflege. „Maßnahmen in diesen Bereichen sollten ebenso wie bei anderen Wirtschaftsunternehmen mit einer zusätzlichen Investitionsprämie gefördert werden“, fordert Bundesobmann Christian Struber. 


MIETE-KAUF IST EINSTIEG INS EIGENTUM

Für Menschen, die noch nicht wissen, wohin sie ihre berufliche Zukunft treibt, aber auch für junge Leute und Familien, die noch nicht über die nötigen Eigenmittel für den Kauf einer Eigentumswohnung verfügen, stellt das Miete-Kauf-Modell eine Alternative mit Zukunftsperspektive dar. Für eine Optimierung des Miete-Kauf-Modells zum Erwerb von Wohnungseigentum setzt sich NR Michaela Steinacker, Vorstandsmitglied der gemeinnützigen Bauvereinigungen, ein: „Es ist mir sehr wichtig, junge Menschen darauf aufmerksam zu machen, dass das Miete-Kauf-Modell der optimale Start in eine gesicherte Zukunft ist. Denn Eigentum beugt Altersarmut vor.“

Modernisierungsmaßnahmen, wie etwa der Einbau von Ladestationen für Elektroautos, erfordern einen einstimmigen Beschluss der jeweiligen Eigentümergemeinschaft. Aus diesem Grund fordert GBV-Vorstand Steinacker auch eine Änderung des Wohnungseigentumsgesetzes: „Das Gesetz muss klarer, moderner und verständlicher werden. Zudem sollen wichtige Beschlüsse zu Erhaltungs- und Erneuerungsmaßnahmen bei Wohnanlagen künftig durch Mehrheitsentscheidungen statt wie bisher durch Einstimmigkeit ermöglicht werden. Das betrifft beispielsweise den Einbau von E-Tankstellen“.  


GBV BIETET SICHERHEIT

Viele Unternehmen waren aus wirtschaftlichen Gründen gezwungen, während des Corona-Lockdowns ihre Mitarbeiter zur Kurzarbeit anzumelden oder gar zu kündigen. Nicht so bei den gemeinnützigen Bauvereinigungen, sie haben unverzüglich auf Homeoffice-Arbeitsplätze umgestellt und kein einziger Mitarbeiter musste in Kurzarbeit gehen. Nach einer kurzen Pause wurde bereits ab Anfang April auch auf den meisten Baustellen wieder die Arbeit aufgenommen.

„Die gemeinnützigen Bauvereinigungen haben in den vergangenen Monaten gezeigt, dass sie krisensicher sind und ihre gesamtgesellschaftliche Verantwortung sehr ernst nehmen“, bekräftigt Michael Pech, Aufsichtsratsvorsitzender der gemeinnützigen Bauvereinigungen. 

Darüber hinaus haben die gemeinnützigen Bauvereinigungen auch ihre Mieter bestmöglich unterstützt: „Die Gemeinnützigen haben mit Delogierungsstopps und individuellen Lösungen bei Mietrückständen schnell und sozial reagiert. Trotz der schwierigen Bedingungen und unter Einhaltung sämtlicher COVID‐19‐Sicherheitsmaßnahmen konnten Wohnungen übergeben werden“, so Michael Pech. 

 

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