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Versteckte Potentiale entdecken

ECHO: Wie kam es zu Ihrer Idee, die Frauen:Fachakademie Schloss Mondsee zu gründen?

Brigitte Maria Gruber: Den Impuls gab meine Teilnahme am Überparteilichen Polittraining für Frauen, das das Land Oberösterreich anbot. Wir waren eine Gruppe von 15 Frauen, die sich für das politische Parkett interessiert haben. Da habe ich erlebt, wie ertragreich die Zusammenarbeit in einem homogenen Team ist. Daraus ist der Wunsch entstanden, speziell den Frauen hier am Land, außergewöhnliche Inhalte mit ausgewählten Referenten anzubieten.

ECHO: Welche Inhalte bieten Sie an? Gruber: Fokus ist hochwertige Persönlichkeitsentwicklung. In Tagesseminaren, Lehrgängen und Mentoring-Programmen erleben Frauen, wie sie ihre Persönlichkeit stärken, ihre Talente vor den Vorhang holen und ihr

Können auf die professionelle Bühne bringen können. Mit dem „WEITBLICK!-Mentoring“ bieten wir zum Beispiel seit zwei Jahren das erste offene Mentoring-Programm für Frauen in Oberösterreich und Salzburg an. Im November startet wieder unser Management-Lehrgang, bei dem die Teilnehmerinnen eine wunderbare Mischung von Managementwissen plus gelebter Spiritualität erfahren. 

ECHO: Spiritualität und Management lassen sich vereinen?

Gruber: Auf jeden Fall. In fortschrittlichen Chefetagen wird das heute schon gelebt. Zusammen bewirken beide Elemente genau das, was verantwortungsvolle Personalführung wirksam macht: Professionalität, Empathie und Achtsamkeit. Mit ihnen wächst das Gespür für versteckte Potentiale. Und so werden neue Wege beschritten.

ECHO: An wen genau richtet sich dieser Lehrgang? Nur an die Chefinnen? Gruber: Nein, natürlich nicht. Diesen Lehrgang besuchen Frauen, die in einer Führungsposition sind oder diese anstreben. Es geht darum, sie zu bestärken und zu motivieren, von sich aus Verantwortung zu übernehmen. Und nicht länger in der zweiten Reihe darauf zu warten, bis sie jemand entdeckt.

ECHO: Was ist dabei das Besondere? Gruber: Der ganzheitliche Blick auf Unternehmenssituationen. Also einerseits gibt es Management-Tools wie Verhandlungstechnik und Machtkompetenz. Andererseits hat auch das Thema „Wo ist meine Berufung?“ und „Gelebte Spiritualität im Management“ Raum. Dafür konnten wir Abtpräses Christian Haidinger vom Stift Altenburg gewinnen. Das freut uns sehr!

ECHO: Wie wählen Sie die Lehrenden aus?

Gruber: Wichtig ist uns, thematisch immer einen Tick voraus zu sein. Wir haben Intuitionsseminare bereits vor zehn Jahren angeboten, wo es sie so gut wie nirgends gab. Wir sind immer auf der Suche nach dem Besonderen, dem Neuen, dem Inspirierenden.

ECHO: Wie schaut das Akademieprogramm im kommenden Jahr aus?

Gruber: Vielfältig und besonders innovativ! Das Programm reicht vom „Inspirationstag: der inneren Stimme folgen“ über „Storytelling – wie Sie Ihre Geschichte gut erzählen“ und „Erhebe Deine Stimme“ – ein exlusives Stimm- und Präsenztraining“ bis zu „Konstruktives Streiten – Stärke durch Konfliktfähigkeit“. Um einige Beispiele zu nennen. Ziel ist Wirksamkeit und Selbstwirksamkeit erlebbar zu gestalten. Nur das, was sich bereits am nächsten Tag im Alltag umsetzen lässt, ist von Wert.

ECHO: Gibt es auch Spezialangebote für Unternehmen, die Frauen fördern wollen? Gruber: Ja, natürlich, wir bieten auch firmenintern Seminare und Mentoring an. So begleite ich inhaltlich das Mentoring für die Salzburger Medienfrauen und ein Mentoringprogramm für eine
Raiffeisenbank in Oberösterreich.

ECHO: Ist Ihnen die Rückmeldung einer Teilnehmerin besonders in Erinnerung?

Gruber: Sehr berührt hat mich die Aussage einer Teilnehmerin, die am Ende des Seminartages in der Feedbackrunde gemeint hat, sie gratuliert sich jetzt selber dazu, auf den Anmelde-Button gedrückt zu haben. Es sei das Beste gewesen, was sie seit langem getan hat. Jede Frau, die gestärkt aus unseren Seminaren geht, ist ein Grund mehr, mit der Frauen:Fachakademie dran zu bleiben.

ECHO: Was ist Ihnen bezüglich Ihrer Angebote persönlich besonders wertvoll?

Gruber: Unser Ziel ist es nicht, möglichst viele Frauen durch Lehrgänge oder Seminare zu bringen, sondern dass sie beflügelt hinausgehen. Manche spüren oft, es gäbe noch etwas, das ihnen auch Spaß machen würde. Dieses Stück „ungelebtes Leben“ möchte ich ans Tageslicht führen. Nicht kognitiv, sondern ganzheitlich, mit Herz und Hirn. Wir sind keine Kaderschmiede, sondern vielmehr ein besonderer Ort der Ermutigung, an dem Frauen ein Netzwerk bilden und mit- und voneinander lernen. Und das im historischen Ambiente. 

Sonntag, den 01. Oktober 2017 um 12:03 Uhr

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