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IfM 0110
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Hervorragender Konjunkturverlauf bringt neue Jobs

Salzburg beweist Industriestärke. Und dennoch braucht der Standort mehr Fachkräfte im technischen Bereich. So lautet ein Impuls der Industriellenvereinigung Salzburg (IV).

Neue Technologien verändern das Leben und die Arbeitswelt. Die Salzburger Industrie stellt sich darauf ein und schafft sichere Arbeitsplätze sowie Wertschöpfung und Wohlstand für die Region. Um den Erfolg des Bundeslands Salzburg als Industrie- und Wirtschaftsstandort halten beziehungsweise ausbauen zu können,

braucht es jede Menge Innovationsfähigkeit. Es braucht ein Bündel an Maßnahmen, um die zukünftigen Herausforderungen rund um Zukunftstrends, wie die Digitalisierung, Mobilität und Ressourcen­effizienz, gut bewältigen zu können. Dass es sich bei Salzburg um ein Industrieland handelt, bestätigen die die Zahlen. „23,7 Prozent der Bruttowertschöpfung im Bundesland werden im industriellen Sektor erzeugt. 10,3 Prozent entfallen auf den Tourismus. Die Industrie ist der wichtigste Faktor für den Wohlstand in unserer Region“, sagt IV-Salzburg Präsident Peter Unterkofler.

UMFRAGE BEWEIST STIMMUNGSHOCH
Das Fundament für einen nachhaltigen Boom im Bundesland Salzburg ist jedenfalls gelegt, wie die aktuelle Konjunktur­umfrage der Industriellenvereinigung Salzburg beweist. Das Stimmungshoch im Jahr 2017 hat sich im letzten Quartal des vergangenen Jahrs stabil gehalten. So geben weiterhin 30 Prozent der befragten Unternehmen an, eine gleichbleibende Geschäftslage zu haben. Hervorzuheben ist die Tatsache, dass in keinem befragten Unternehmen eine schlechte Geschäftslage zu verzeichnen war.
Diese positive Perspektive bezieht sich auch auf die derzeitigen Auftragsbestände: Gaben im dritten Quartal noch fünf Prozent der befragten Unternehmen an, dass sie einen schlechten Auftragsbestand zu verzeichnen hatten, so sank nunmehr diese Zahl im vierten Quartal sogar auf null Prozent. Die aktuelle Auftragslage wird zwei zu eins mit „gut“ beziehungsweise „durchschnittlich“ bewertet. Auch die Erwartungshaltung zu den Erträgen hat sich im letzten Quartal noch einmal äußerst positiv erhöht: Nunmehr rechnet sogar fast ein Viertel (im Vorquartal ein Fünftel) mit einer verbesserten Ertragssituation. Das Gros der Unternehmen (77 Prozent) erwartet eine gleichbleibende Ertragslage, kein Unternehmen sieht ein schlechteres Ergebnis in den nächsten sechs Monaten.

FACHKRÄFTE WERDEN BENÖTIGT
„Auch die positiv stabile Auftrags- und Produktionslage hat eine sehr erfreuliche Auswirkung auf den zukünftigen Beschäftigungsstand“, sagt Irene Schulte, Geschäftsführerin der IV-Salzburg. So sehen sogar acht Prozent mehr als im Vorquartal für die kommenden drei Monate einen steigenden Mitarbeiterbedarf, dies entspricht 38 Prozent der befragten Unternehmen. Während ein Unternehmen einen abnehmenden Bedarf sieht, rechnen über 61 Prozent mit einer gleichbleibenden Anzahl an Beschäftigten. Hier werden weitere Fachkräfte benötigt. „Die Ertragslage ist sehr gut, der Ansporn liegt darin, auf dem Niveau zu bleiben und dieses zu halten“, sagt IV-Salzburg Präsident Peter Unterkofler. Klar sei, dass der Fachkräftemangel gerade in konjunkturell guten Zeiten die Unternehmen umso mehr fordert: „Wachstum findet dort statt, wo ausreichend Fachkräfte sind. Auch im Bundesland Salzburg brauchen wir gut ausgebildete Mitarbeiter vor allem im technischen Bereich“, so der IV-Salzburg Präsident.

VORSICHT IST DENNOCH GEBOTEN
Erfreulich stellt sich die Lage auch bei den Auslandsaufträgen dar: Die mit „schlecht“ angegebene Bewertung der letzten Quartale nimmt weiter ab und liegt aktuell nur noch bei zwei Prozent. Für 70 Prozent der befragten Unternehmen ist die Auftragslage sogar „gut“.
Die derzeitige Ertragssituation wird mit 51 Prozent von mehr als der Hälfte der befragten Unternehmen als gut bewertet. Gaben im dritten Quartal noch 16 Prozent der Unternehmen an, eine schlechte Ertragssituation zu haben, so gab diesmal kein einziges Unternehmen diese Bewertung ab. 49 Prozent der Unternehmen bewerten die Ertragssituation somit als gleichbleibend stabil.
Die anhaltende Stabilität lässt die Unternehmen jedoch vorsichtig in die Zukunft blicken: Ein Zehntel der Unternehmer erwartet eine abnehmende Produktionskapazität beziehungsweie -tätigkeit innerhalb der nächsten drei Monate. Für die meisten Unternehmen (fast 70 Prozent) stellt sich ihre Auslastung jedoch eindeutig als gleichbleibend, für 21 Prozent schließlich als steigend dar. Die Produktionstätigkeit sehen 56 Prozent gleichbleibend und 36 Prozent als steigend. Während aktuell zwei Unternehmen eine ungünstigere Situation annehmen, gibt mehr als ein Viertel der Unternehmen an, eine günstigere Geschäftslage zu erwarten: Knapp ein Drittel der Unternehmen sieht den nächsten sechs Monaten äußerst positiv entgegen, 61 Prozent gehen von einer gleichbleibenden Geschäftslage aus.

Samstag, den 24. Februar 2018 um 16:54 Uhr

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