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Serbien ist laut der Financial Times weltweit die Nummer eins auf der Liste der Greenfield-Investitionen

Serbien ist ein zunehmend attraktives Investitionsziel. Bei den ausländischen Direktinvestitionen nimmt das Land die Führungsrolle ein. Und namhafte Kreditagenturen erhöhten Ende 2017 die Bonität Serbiens (S&P BB+) unter Berücksichtigung der langfristigen makroökonomischen Stabilität, des Haushaltsübeschusses und des Wirtschaftswachstums.

Die beste Bestätigung, dass Serbien ein gutes Zielland für Direktinvestitionen ist, sind die Investitionen globaler Unternehmen wie VIP, Siemens, Bosch, Delhaize, Raiffeisen, Continental, Knauf, Telenor, Fiat, Carlsberg, Leoni, Swarowski und vieler anderer. In Serbien sind 935 österreichische Unternehmen registriert, die dort zu den führenden Investoren zählen.

Laut dem Global Greenfield Foreign Direct Investment Index reiht die Financial Times FDI Intelligence Serbien für 2017 auf dem ersten Platz unter 94 Ländern (Quelle: https://www.ft.com/search?q=serbia+ranks). Mit dem Index wird die Attraktivität

eines Landes als Ziel für direkte ausländische Greenfield-Investitionen anhand seines Brutto-Inlandprodukts (BIP) gemessen. 

GÜNSTIGES GESCHÄFTSKLIMA

Die Generalkonsulin der Republik Serbien, Svetlana Lala Stankovic, die Chefin einer von insgesamt drei serbischen diplomatischen Vertretungen in Salzburg, sagt, dass makroökonomische Stabilität, ein günstiges Geschäftsklima und wettbewerbsfähige Geschäftskosten bis jetzt viele ausländische Investoren angezogen haben. Serbien verfügt über niedrige Betriebskosten (weit weniger als in Österreich), den niedrigsten Strompreis in der Region und die niedrigsten Kosten für Postdienste.

„Wir sind besonders stolz auf unsere hochqualifizierten Arbeitskräfte“, betont Stankovic. Einer der Beweise dafür ist etwa, dass Serbien bei den Englischkenntnissen das bestbewertete Land in der Region ist. Von 72 Ländern, die an dem Programm „Education First“ (ein Anbieter für Sprachreisen und Kulturaustausch) teilgenommen haben, belegte Serbien den 17. Platz. Auch in politischen Belangen hat das Land enorme Fortschritte gemacht.

DIPLOMATISCHE ZUSAMMENARBEIT

Serbiens wirtschaftliche und diplomatische Zusammenarbeit mit der Welt hat zum Ausbau des Freihandelsnetzes beigetragen, das den Herstellern in Serbien eine privilegierte Marktposition einräumt und ihnen Zugang zu über 1,3 Milliarden Menschen weltweit bietet. Stankovic betont, dass ein großer Teil des serbischen Außenhandels auf die CEFTA-Region (Mitteleuropäisches Freihandelsabkommen) gerichtet ist. Freihandelsabkommen habe man auch mit der Türkei, Russland, Weißrussland und Kasachstan unterzeichnet. Außerdem hat Serbien die Möglichkeit zollfreier Exporte in die entwickelten EU-Märkte, die EFTA-Länder (Norwegen, Island, Schweiz und Liechtenstein), sowie nach Japan und Australien. Die oben genannten Vorteile ermöglichen zollfreie Exporte oder zu Vorzugskonditionen Zugang zu Märkten von insgesamt 1,3 Milliarden Menschen, obwohl Serbien selbst nur sieben Millionen Einwohner hat.

Neben dem Zugang zu einem bedeutenden Markt bietet Serbien auch günstige Geschäftsbedingungen. Das Geschäftsumfeld in Serbien machte in der letzten Zeit deutliche Fortschritte, was durch die Verbesserung der serbischen Position auf der „Doing Business“-Liste der Weltbank für 2018 bestätigt wurde. Laut den neuesten Daten liegt Serbien auf Platz 43 von 190 Ländern, was einen Sprung um vier Plätze nach vorn bedeutet. Auf dieser Liste macht Serbien in den letzten Jahren ständig Fortschritte. Der bedeutendste Beitrag zu diesem Fortschritt wurde im Bereich der Unternehmensgründung und der Erteilung von Baugenehmigungen geleistet. 

GÜNSTIGE BEDINGUNGEN

Generalkonsulin Stankovic betont, dass Serbien neben dem Zugang zu einem großen Markt und günstigen Geschäftsbedingungen viele Investitionen getätigt hat und viele verschiedene Anreize geschaffen wurden.

Die Steuerpolitik Serbiens ist in Bezug auf das Umfeld wettbewerbsfähig. Im Vergleich zu anderen mittel- und osteuropäischen Ländern gehören die Mehrwertsteuer (20 Prozent) und die Corporate Tax (15 Prozent) zu den niedrigeren. Darüber hinaus gibt es zahlreiche steuerliche Anreize für Investoren, wie die Befreiung von der Gewinnsteuer für zehn Jahre, betreffend Investitionen über acht Millionen Euro. 

Wenn ein Investor beispielsweise mehr als eine Milliarde Dinar (etwa acht Millionen Euro) auf unbestimmte Zeit in das Anlagevermögen von mindestens 100 Personen investiert, wird die Körperschaftsteuer für einen Zeitraum von zehn Jahren im Verhältnis zu dieser Investition abgezogen. Und zwar ab dem ersten Jahr, in dem der zu versteuernde Gewinn realisiert wurde. 

Wenn der Investor während des Geschäftsjahrs eine bestimmte Anzahl von Arbeitsplätzen schafft, kann ein Teil der gesamten vom Arbeitgeber gezahlten Gebühren erstattet werden. Die Leistungen können nur für diejenigen erhalten werden, die für einen ununterbrochenen Zeitraum von sechs Monaten aus dem Arbeitslosenregister des nationalen Arbeitsamts herausgenommen wurden. 

Auf republikanischer Ebene gibt es Anreize zur Finanzierung von Investitionen im verarbeitenden Gewerbe und im Dienstleistungssektor, die Gegenstand des internationalen Handels sein können. Der Betrag, den ein Unternehmen erhalten kann, hängt vom Wert der Investition und der Anzahl der neu eingestellten Arbeitnehmer sowie vom Entwicklungsstand der lokalen Selbstverwaltung ab, in die investiert wird. Pro geschaffenem Arbeitsplatz kann man maximal 7.000 Euro erhalten. 

Die Anreize, die für Investitionen in Kommunalverwaltungen gewährt werden, betreffen eine Reduzierung oder Befreiung der Zahlung bestimmter örtlicher Steuern und Gebühren. Vorteile gibt es auch beim Bau und der Pacht von Objekten oder bei der Teilhabe an lokaler Infrastruktur.

DIE ZAHLEN GEHEN NACH OBEN

Positive Wirtschaftsindikatoren haben seit 2012 gute Voraussetzungen für ein stabiles Wachstum der SDI in Serbien geschaffen. Der SDI-Zufluss betrug 2017 2,5 Milliarden Euro. Seit 2007 haben ausländische Investoren rund 24 Milliarden Euro in Serbien investiert, was zeigt, dass sie ein günstiges wirtschaftliches Umfeld erkannt haben, da neben neuen Investitionen in Aktien immer mehr Gewinne in das Land reinvestiert werden. Der größte Zufluss an ausländischen Direktinvestitionen wurde in der verarbeitenden Industrie (34 Prozent), gefolgt von den Bereichen Finanzen und Versicherungen, Baugewerbe, Groß- und Einzelhandel sowie Immobilien erzielt.

Das Bruttoinlandsprodukt in Serbien belief sich 2017 auf 36,8 Milliarden Euro, das sind rund 5.226 Euro pro Kopf. Die BIP-Wachstumsrate für dieses Jahr wird auf vier Prozent geschätzt. In den kommenden Jahren wird ein positiver BIP-Wachstumstrend erwartet, vor allem aufgrund des Anstiegs des privaten Konsums sowie des Export- und Investitionswachstums. Entscheidend sind auch Sparmaßnahmen und Strukturreformen. Die serbische Regierung konnte das Haushaltsdefizit, das 2014 bei 6,6 Prozent lag, schrittweise reduzieren, um 2017 einen Überschuss von 1,2 Prozent zu erreichen. Besonders hervorzuheben ist das Wachstum der serbischen Exporte seit 2013, die 2017 ein Rekordhoch von 15 Milliarden Euro erreichten. Der Wechselkurs war im Laufe der Jahre stabil und die Inflation ist niedrig (auf dem Niveau von drei Prozent im Jahr 2017).

Donnerstag, den 06. Dezember 2018 um 08:49 Uhr

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